Apfelstrudel selbstgemacht schmeckt am besten.

Apfelstrudel selbstgemacht – Hüttenessen lecker und fein

Jedes Jahr im Sommer beginnt bei mir die Vorfreude. Die Vorfreude auf ein Wochenende in den Bergen. Denn jedes Jahr im August heißt es für ein Wochenende: Hüttengaudi. Immer mit dabei sind köstliche Leckereien – natürlich knusprig und fein. Am meisten freue ich mich auf den deftigen Kaiserschmarrn, den fruchtigen Zwetschgenröster und einen leckeren Apfelstrudel. Selbstgemacht schmeckt mir der am besten. Und zwar so gut, dass ich letztes Jahr ganz nah mit der Kamera dabei war, als es energisch hieß: „Apfelstrudel wird hier selbstgemacht!“

Apfelstrudel selbstgemacht - das perfekte Hüttenessen

Aber erstmal zurück zum Anfang. Denn wenn ich hier so lässig von Hüttengaudi spreche, kommt das vielleicht ein bisschen falsch rüber. Apfelstrudel und all die anderen köstlichen Leckereien müssen nämlich erstmal redlich verdient werden. Und das bedeutet: 25 Minuten steiler Aufstieg bis zur Hütte. – Mit Gepäck, versteht sich. Im Normalfall summiert sich das „bisschen“ Gepäck zu einer stolzen Summe von mehreren Kilos, die mit jedem Schritt ein wenig schwerer werden. Also ächzen wir den Berg hinauf. Schnaufend ärgern wir uns darüber, dass wir soviel es nur ging in die kleinen Rucksäcke gepackt haben und fragen uns mindestens einmal alle 5 Minuten, ob man wirklich soviel Zeug für ein Wochenende in den Bergen braucht.

Geschmolzene Butter gehört zwischen die einzelnen Lagen Strudelteig

Die Antwort ist: Ja! Besonders, weil wir es uns gut gehen lassen möchten. Verzicht steht dabei höchstens freudestrahlend für das Handynetz auf dem Plan. Endlich mal wieder offline sein. Der Speiseplan hingegen ist ein kulinarisch ausgeklügeltes Meisterwerk. Allerdings rede ich hier nicht von Haute Cusine oder Sterneküche, sondern von richtig gutem Hüttenessen. Deftig, fein – knusprig, lecker und verdammt gut. Und  dafür schleppen wir dann auch gut und gerne mal 5 Kilo feinste Äpfel, ein Kilo Zucker, Rum, Rosinen, Sahne und Strudelteig zusätzlich auf den Berg. Nur damit wir ganz sicher unseren feinen Apfelstrudel aus dem Holzofen bekommen.

Einmal mit und einmal ohne Rosinen

Richtig gehört: Holzofen. Denn elektrisch Kochen kann ja jeder. Wir gehen also back to the roots und heizen lieber den sicher an die 100 Jahre alten Holzofen an. Vollkommen egal, ob es im August 27°C Außentemperatur hat oder wir, wie so viele Male bei Regen und 10°C ins Tal hinunter schauen.  Einstimmig ist klar: Aus dem Holzofen schmeckt Apfelstrudel einfach besser.

Knifflig wirds beim Aufrollen des Strudelteigs

Auch wenn ich ehrlich glaube, dass es sich dabei ein kleines bisschen um Einbildung handelt, möchte ich die Stimmung in der Küche rund um den Ofen nicht missen. Denn das gehört für mich einfach zu einem gelungenen Wochenende auf der Hütte dazu. Jetzt aber genug erzählt. Hier die knappe Zusammenfassung für das Rezept. Wie Apfelstrudel selbstgemacht wird, konntest du ja bereits schon auf den Bildern sehen.

Butter und Sahne machen den Strudel saftig

Apfelstrudel selbstgemacht – Hüttenessen einfach und lecker

Für zwei selbstgemachte Apfelstrudel

  • 2 fertige fertige Strudelteige aus dem Kühlregal
  • Soviele Äpfel wie Ihr auf die Hütte tragen könnt
  • etwas Zucker
  • Rosinen in etwas Rum eingelegt
  • zwei Becher Sahne
  • 250g Butter, geschmolzen
  • etwas Zimt

Schält und schneidet die Äpfel in mundgerechte Würfel. Mischt sie mit etwas Zimt. Während die Äpfel durchziehen bereiten wir nun den Strudelteig vor. Dazu legt ihr eine Lage Teig aus und bepinselt sie mit etwas geschmolzener Butter. Jetzt kommt die zweite Lage Teig darüber und wieder etwas Butter. Das geht so lange, bis ihr eine Packung Strudelteig ausgelegt habt.

Auf den vorbereiteten Teig geben wir nun unsere Apfelmischung. Dazu kommt eine ordentliche Prise Zucker und unsere eingelegten Rosinen. Jetzt geht es ans Aufrollen des Strudels. Das ist etwas knifflig, aber mit mehreren Händen wunderbar machbar.  Der erste Strudel darf nun schon in der ausgefetteten Form auf seinen Kameraden warten.

Den zweiten Strudel bereitest du genauso vor. In die Auflaufform kommt abschließend nur noch die restliche Butter und zwei Becher Sahne, bevor die Form in den Holzofen wandert. Etwa eine halbe Stunde dürfen unsere Strudel nun knusprig goldgelb im Ofen backen. Das klappt aber sicher auch bei 180°C Ober-/Unterhitze.

 

Apfelstrudel aus dem 100 Jahre alten Holzofen

Übrigens habe ich in diesen Artikeln bereits über meine Wochenenden in den Bergen geschrieben. Falls du also noch mehr Lust hast mit mir in die Berge abzuhauen, lies doch mal rein!

 

 

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    2 COMMENTS

  • Ulla

    Ich liebe Apfelstrudel und ich habe ein altes österreichisches Rezept und Yummi – es gibt nichts besseres.

    • Behyflora

      Liebe Ulla,
      das sehe ich ganz genauso! Hast du Lust mir dein Rezept zu verraten?

      Herzliche Grüße,
      Claudia

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