Verganer Apfelgulasch mit Hirse - deftig lecker

Veganer Apfelgulasch – deftig, würzig, magenfreundlich

Mal zwackt es hier, mal zwackt es dort und mit jedem weiteren Zwacken frage ich mich, ob ich mit meinen 30 Jahren nicht eigentlich noch viel zu jung für so manches Wehwechen bin. Fakt ist, je älter ich werde, desto mehr merke ich auch, wie sich mein Körper verändert. Hüpfte ich mit Anfang zwanzig noch frisch und munter von einer Partynacht zur nächsten, schreit mein Körper jetzt nach einer durchgemachten Nacht nach Schlaf und schaltet konsequent in den Sonntags-Chill-Modus.

Doch damit nicht alles. Mein Lebensstil hat sich gewandelt. Vom einstigen Studenten mit freier Zeiteinteilung und entsprechender Freizeitgestaltung bin ich nun vollkommen im Arbeitsleben angekommen. Tägliche 8 Stunden freue ich mich auf der einen Seite über meinen herausfordernden Job und merke auf der anderen Seite, dass mir das viele Sitzen und in den PC-Gestarre nicht immer gut tut. Die Folge: Öfter Kopfschmerzen, ungesündere Essgewohnheiten – ich habe einfach nicht mehr soviel Nerv lange zu kochen – und entsprechend vermehrt Magenprobleme. Super, irgendwie hatte ich mir das mit dem Geldverdienen nicht so vorgestellt.

Wenn alt werden nach Apfelgulasch schmeckt... dann bitte gerne ja

Als ich dann über den Buchtitel “111 Genießerrezepte für Magen und Darm” von Beate Löffler (Werbung*) stolpere, denke ich mir: “Na toll, jetzt ist es soweit, du interessierst dich schon für alte Schachtel-Ratgeber! Wie spießig!” Ich blicke mich schnell um, um zu prüfen, ob mich jemand beobachtet während ich das Buch aus dem Regal ziehe und langsam zu blättern anfange. Keiner da, wunderbar! Doch nach wenigen Seiten wäre mir das auch herzlich “wurscht” gewesen, denn ich habe mich festgelesen. Die Rezepte klingen allesamt alltagstauglich und vor allem lecker. Gar nicht so weit weg von der Ernährung, die ich eigentlich mag: Frisch, leicht und ausgefallen. Ich entdecke nichts von einem “alte Schachtel-Ratgeber” und greife beherzt zu.

Schaut nicht nur deftig aus, ist auch noch richtig lecker

Damit du dich selbst von der Modernität der Rezepte überzeugen kannst, habe ich dir hier mit der freundlichen Genehmigung des humboldt-Verlags ein Rezept für verganen Apfelgulasch mit Hirse mitgebracht. Warum ich mich für dieses Rezept entschieden habe? Es ist magenfreundlich, hatte kein Foto im Buch und die Kombination aus süßen Äpfeln mit deftiger Soße fand ich überaus spannend.

Veganer Apfelgulasch mit Hirse

Im Buch heißt das Rezept: “Hirse mit pikanter Tomatensauce”, ich finde den Namen “Veganer Apfelgulasch mit Hirse” aber etwas treffender.
Das Rezept ist für alle Beschwerden – ja ich weiß, kein schönes Thema, aber wir sind ja alle alt genug – sprich für Magen- und Darmprobleme wie Pupserei, Verstopfung etc. gut geeignet. Du kannst also beherzt zugreifen. Vor allem auch dann, wenn es dir an nichts fehlt. Denn es schmeckt richtig lecker und erinnert mich irgendwie an mein Hirse-Dilemma von vor einigen Jahren. Hier findest du meinen Beitrag dazu: Von Hirse und Apfel-Karamell-Pfannkuchen
Probier es unbedingt mal an einem kühleren Herbsttag aus. Die Apfelsaison beginnt ja eh bald und da schmeckt ein lecker, deftiger Apfelgulasch richtig gut.

Ein bisschen Deko-Grünzeug darf auf keinem guten Teller fehlen.

Veganer Apfelgulasch mit Hirse – Das Rezept

Für 2 Portionen

250g Hirse
Salz
2 kleine Zwiebeln
2 kleine Koblauchzehen
2 Äpfel
4 EL Öl
4 EL Tomatenmark
1 TL mediterane Kräutermischung ( im Buch ist die Rede von Oregano, Thymian, Liebstöckel)
Pfeffer
1 EL Essig

Koch die Hirse zusammen mit 250ml Salzwasser auf und lasse sie etwa 15-20 Minuten leicht köcheln bis sie gar ist. Ich schalte nach 15 Minuten die Hitze aus und lasse die Hirse auf der heißen Herdplatte fertig quellen.

Inzwischen schäle und hacke ich Zwiebeln und Knoblauch und dünste sie in einer Pfanne glasig an. Nun kommen die gewürfelten Äpfel dazu. Die Schale bleibt dran. Ich brate alles gemeinsam etwas an, bevor ich Tomatenmark, Gewürze und 150ml Wasser hinzugebe und alles etwas einköcheln lasse. Zum Schluss gebe ich den Essig hinzu und schmecke mit etwas Salz und Pfeffer ab.

Gesund und lecker, das geht

Wenn alt werden also nach würzig, deftigem  Apfelgulasch mit Hirse schmeckt… ähm ja, dann von mir aus sehr gerne. Ich habe nichts dagegen und freue mich auf die nächsten Wehwechen, die ich mit leckerem Essen kurieren kann.

PS: Seither bemühe ich mich wieder etwas mehr auf meine Ernährungsgewohnheiten zu achten und doch etwas öfter den Kochlöffel zu schwingen.

*Danke an den humboldt-Verlag für die Unterstützung zu diesem Beitrag. Das Buch wurde mir bedingungslos und kostenfrei zur Verfügung gestellt. Im Handel und bei Amazon ist es für 19,99 € erhältlich.

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    3 COMMENTS

  • Nic* von AHWH.CH

    Ach mensch! Klingt lecker und mache ich mir gleich heute!
    Danke fürs Teilen!

  • Ilse Benders-Rexin

    Hallo Claudia,

    es ist wirklich herzerfrischend wie Du von Deinem einsetzenden Alterungsprozeß berichtest. Aber wenn Du die Kost des Altwerdens wirklich einmal ausprobieren möchtest, einfach mal ins nächstgelegene Seniorenheim und dort mal als Besucherin mitessen. Da fällt einem doch manches verbesserungswürdiges auf.
    Selbst bin ich eine „Alte Schachtel“ – 64 Jährchen, aber ich denke, eigentlich ziemlich jung und neugierig geblieben – also der Schachtelinhalt ist nicht ganz so bröcklig, wie es sich den Jahren nach anhört.
    Kann mich allerdings gerne als Carnivorin äußern … rein vegetarische Gericht kommen bei mir selbstverständlich auch auf den Tisch. Da kommt auch schon mal was ungewöhnliches vom Herd oder Grill – wie z.B. – ach nee – hier nicht, das Rezept, was mir gerade im Kopf rumgeht schreibe ich Dir in den nächsten Tagen … oder Du findest es unter den Neuigkeiten im Erbenrezeptbuch. LG von Jollymaus

    • Behyflora

      Liebe Ilse,

      jetzt war es aber ich, die herzlich schmunzeln musste. Vielen Dank für deinen wundervollen Kommentar und die gute Idee, doch einmal nach „nebenan“ zu schauen. 😉
      Wenn ich mit 64 einen ebenso wenig bröckligen Schachtelinhalt habe wie du, dann würde ich sagen, ich habs geschafft … bis dahin esse ich weiter Apfelgulasch mit Hirse! 😉

      Herzliche Grüße, Claudia

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