Madeira war eine Lebensentscheidung der guten Art. Denn dort konnte ich Zeit alleine verbringen

Der Umgang mit Lebensentscheidungen und Lebensanker

Jede Woche halte ich fest, was mich begleitet, beschäftigt und zum Nachdenken anregt. Diese Woche geht’s um den Umgang mit Lebensentscheidungen, Zeit alleine, um seine Lebensanker zu finden und unnützes Wissen. Willst du mitmachen? Dann lade ich dich ein, dir selbst einige Fragen zu stellen:

  • Was hat dich diese Woche inspiriert?
  • Welche Musik hat dich bewegt?
  • Welche neuen Erkenntnisse hast du gewonnen?
  • Welche Fragen hast du dir gestellt?
  • Was wolltest du dir unbedingt merken?

Gerne kannst du deine Antworten in einem Kommentar mit mir teilen. Letze Woche verpasst? Klick hier: Die kleine Prise Glück und Bauchgefühle

Der Umgang mit Lebensentscheidungen und  Zeit alleine für Lebensanker

Zitat:

„Schließt sich die Wohnungstür, öffnet sich das Villa-Fenster“ – meine Freundin Moni

Buch:

Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden – Per J. Andersson
Habe ich in der Badewanne angefangen zu lesen und bin bereits auf den ersten 20 Seiten zweimal über interessante Gedankengänge gestoßen:

  • „Nur wer an sich selbst zweifelt, ist angreifbar für die Macht der Toten.“ Sind wir dann auch angreifbar, wenn jemand mit einer Sache abgeschlossen hat und wir an uns zweifeln? Kann man „Toten“ auch als „Dinge, Situationen, Gelegenheiten“ bezeichnen, die „tot“ sind?
  • Wie sehr haben Lebensprophezeiungen Auswirkungen auf die Art, wie wir Leben? Stichwort: Selbsterfüllende Prophezeiung (mehr dazu auf Wikipedia).

Ich bin gespannt, wie es im Buch weiter geht.

Inspiration:

Unnützes Wissen

Der Name-Letter-Effekt besagt, dass wir uns statistisch betrachtet eher zu Dingen und Menschen hingezogen fühlen, deren Namen mit dem selben Anfangsbuchstaben beginnen wie unser eigener.
Für mich kann ich das nicht bestätigen. Ich habe weder eine Christina, noch eine Cordula geschweige denn einen Claus im Freundeskreis. Ich mag auch keine Cola und Couscous ist ebenfalls nicht mein Lieblingsessen.
Einziges „Ding“, das ich wirklich mit „C“ mag: Mein C30.

Aber wie heißt es so schön: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Entsprechend gibt es genügend Beweise dafür, dass dieser Effekt nur Humbug ist.

Mehr dazu im Online Lexikon für Psychologie.

Erkenntnis:

Lebensentscheidungen

Winzige Entscheidungen können dein ganzes Leben bestimmen. Aber es ist unnütz sich über vergangene Entscheidungen zu ärgern.

Denn auch, wenn man sich hin und wieder für die Vergangenheit in den Hintern beißen möchte, niemand weiß, ob diese winzige Entscheidung, die man einmal in seinem Leben getroffen hat – der Weg den man einmal kurz vermeintlich falsch abgebogen ist – , trotz dem zwischenzeitlichen Ärger, nicht doch noch etwas fantastisches hervorbringen kann.

Erst wollte ich in diesem Absatz das Wort Fehler statt Entscheidungen verwenden. Doch irgendwie erschien mir das nicht richtig. Denn niemand weiß, ob das was wir manchmal als Fehler betrachten, wirklich einer ist. Vielleicht bringt uns gerade dieser „Fehler“ einem ganz anderen Ziel wesentlich näher, ohne dass wir es bemerken.

Ein passender Satz zu diesem Thema, über den ich diese Woche gestolpert bin:
„Schlechte Entscheidungen sorgen für gute Geschichten“ – aus Tim Ferris, Tools der Titanen

Lebensanker

1.

Eine Zeit lang nur mit sich selbst zu verbringen, hat mehrerlei Vorteile. Zum einen lernt man sich selbst sehr gut kennen. Man lernt, wie man in welchen Situationen reagiert, wie viel Zeit man benötigt um Dinge zu verarbeiten, was einem gut tut und wie man sich selbst bei Laune hält. Vorausgesetzt natürlich, man nimmt sich die Zeit, aktiv in diesen Erkenntnis-Prozess einzutauchen und Dinge und Gedanken bewusst zu reflektieren.

Ein Beispiel: Wenn ich richtig verärgert bin, kochen meine Emotionen gerne hoch. Ich weiß dann in dieser Situation nicht einmal, was genau der Grund meiner üblen Laune ist. Gelernt habe ich im Laufe der Zeit, eine Nacht darüber zu schlafen, zu reflektieren und die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Natürlich kann es sein, dass ich auch nach diesem Prozess noch verärgert bin, aber ich weiß wenigstens genau warum und was mich gestört hat und schaffe es, das auch in Worte zu fassen und die Sache besser zu verarbeiten.

2.

Ein weiterer Vorteil, Zeit alleine zu verbringen:

Man lernt seine eigenen Lebensanker kennen. Lebensanker sind für mich die Dinge oder Personen, an die man sich wendet, wenn man Energie benötigt, sich aufbauen möchte, gute Laune tanken muss oder einfach mal abschalten sollte.
Ich spreche bewusst von Personen und Dingen. Denn solche Lebensanker können genauso Bücher sein, ein Abend in der Badewanne , das Gespräch mit dem besten Freund, das Schwimmen mit der Freundin oder laut im Auto Musik zu hören und mitzusingen.

Lebensanker sollten nicht primär abhängig von Personen sein. Denn ansonsten laufen wir bei übler Laune oder Energie-Verlust Gefahr, unsere Laune von anderen Menschen abhängig zu machen.

Meine Lebensanker zu kennen, ist für mich wunderbar.

3.

Die letzte Sache, die man lernt, wenn man tief in sich hineinhört:

Dankbarkeit. Verbringt man einige Zeit alleine, reflektiert, überlegt und taucht in die eigene Gedankenwelt ein, merkt man schnell, wie dankbar man eigentlich für die Menschen im Leben ist, die jeden Tag bereichern.

Fragen:

Co-Abhängigkeit
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen sozialer Reaktion und wirklicher Co-Abhängigkeit?

Film:

The Kingdom of Dreams and Madness – Eine Dokumentation über das Studio Ghibli und Hayao Myazaki

Bewegt:

Vor allem die Leseliste von M., von der ich jedes Buch lesen möchte und die mit soviel Offenheit für mich zusammengestellt wurde.

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