Wolken kitzeln in Madeira - Und wie gehen wir mit Fragen um?

Fragen und wie wir bessere Fragen stellen…

Diese Woche geht’s bei meinen 5 Dingen um eine Zusammenfassung der letzen zwei Wochen. Ich habe mich mit „Besserem Fragen“ beschäftigt und der Abgrenzung zu „Bitten“.

Einmal in der Woche halte ich fest, was mich in der vergangenen Woche begleitet, beschäftigt und zum Nachdenken angeregt hat. Willst du dieses mal mitmachen? Dann lade ich dich ein, dir folgende Fragen zu stellen:

  • Was hat dich diese Woche inspiriert?
  • Welche Musik hat dich bewegt?
  • Welche neuen Erkenntnisse hast du gewonnen?
  • Welche Fragen hast du dir gestellt?
  • Was wolltest du dir unbedingt merken?

Ich freue mich wenn du deine Antworten, Ideen und Anmerkungen in einem Kommentar mit mir teilst.
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Zitat:

Das Leben bestraft den vagen Wunsch und belohnt konkrete Fragen.

– Tim Ferris

Buch:

Noch immer „Chuck Palahniuck – Lullaby„, das mich langsam immer mehr verwirrt. Teilweise bekomme ich das Gefühl, das Palahniuck einzelne Szenen komplett aus dem Kontext reißt und immer wieder etwas neues einfließen lässt oder Themen anspricht, die scheinbar rein gar nichts mit der eigentlichen Handlung zutun haben. Ich hoffe nur, dass sich am Ende des Buches alles zusammenfügt, denn aktuell fühle ich mich nicht wie der Leser einer zusammenhängenden Geschichte, sondern als Szenenleser.

Zusätzlich habe ich mir bewusst Zeit genommen, um in den Tools der Titanen und Tools der Mentoren von Tim Ferris zu stöbern.

Inspiration:

Bessere Fragen stellen, um bessere Antworten zu erhalten

Im Laufe der letzen Wochen habe ich mich mit einigen Kreativitätsstechniken auseinander gesetzt. Unter anderem mit dem Clicking-Fragen-Katalog, der es erleichtern soll, kreative Ideen zu produzieren. Wesentlich spannender als das fand ich allerdings die Einleitung und die „Spielregeln“, die für diesen Fragenkatalog gelten.

Kernaussage ist: Formuliere klare Zielfragen.
Nicht etwa: Ziele, sondern Zielfragen. Fragen also, die zu besseren Antworten und damit zu besseren Lösung für das gesetzte Ziel führen.

Wie als ob die selektive Wahrnehmung wieder einmal zugeschlagen hätte, kamen mir im Laufe dieser Woche dann weitere kluge Köpfe und Ideen unter, die sich allesamt mit genau dieser Kernaussage beschäftigen.
Egal welche Fragen wir stellen, ob bei einem Bewerbungsgespräch, einem Krisengespräch oder einfach nur, um wirklich gute Antworten zu erhalten: Die Frage dafür muss stimmen.

Und das bedeutet im Normalfall wirklich Denk-Arbeit. Viel zu oft machen wir es uns nämlich ein bisschen zu leicht mit unseren Fragen und wundern uns anschließend, warum wir nur wortkarge Antworten erhalten oder mit der erhaltenen Antwort nicht zufrieden sind. Problem dabei: Wir suchen in diesem Fall die Schuld selten bei unseren Fragen, sondern denken uns: „Was für ein Stoffel.“

Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer „gute“ Fragen zu stellen. Man muss es nur tun.

Hier drei Beispiele für den Aufbau von „besseren“ Fragen.

Achtung: Hier geht es wirklich, um Fragen auf der Suche nach Antworten und nicht um Bitten, auf die optimalerweise eine Handlung folgen soll. Mit dem Thema Bitten möchte ich mich nächste Woche genauer auseinandersetzten.

1) Offene Fragen

Klar ist, es sollte sich immer um offene Fragen handeln. Also Fragen, die nicht mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden können, sondern eine Erklärung oder zumindest einen ganzen Satz beinhalten.

2) Warum-Fragen

Noch besser ist es „Warum“-Fragen zu stellen. Also beispielsweise nicht zu fragen wie jemand handelt, sondern warum er so handelt. Denn das „wie“ können wir im Normalfall ziemlich leicht erkennen. Die Motivation hinter einer Handlung ist jedoch etwas schwieriger einzusehen, aber meistens essentiell für das Verständnis.
Im Qualitätsmanagement hat sich hierzu sogar eine Frage-Methode entwickelt. Die 5-Why-Methode, bei der es darum geht mithilfe von mehreren aufeinander folgenden Warum-Fragen die eigentliche Ursache eines Problems herauszufinden.
Deswegen gilt auch bei unseren Warum-Fragen: Manchmal sollten wir noch einmal nachhaken, um wirklich eine Antwort zu erhalten.

3) Beispielhafte Fragen

Solche Fragen bieten sich an, wenn man der Behauptung hinter einer Aussage nicht ganz glaubt. Wenn sich gesundes Misstrauen breit macht. Die Frage nach einem Beispiel kann an dieser Stelle Wunder wirken.

Generell gilt bei guten Fragen genau eine Sache: Aktives Zuhören und Antworten zu lassen. Das heißt entsprechend, dass wir manchmal die Stille aushalten müssen, die nach einer Frage auftauchen kann. Vielleicht tröstet folgender Gedanke über die unangenehme Situation hinweg:

Die meisten Antworten, die nach einer längeren Pause der Überlegung erfolgen, sind wohl durchdachte Aussagen. Das Warten lohnt sich in den meisten Fällen.

Erkenntnis:

Sonntagnachmittage mit den Freundinnen sind Balsam für die Seele. Danke, dass es euch gibt.

Bei meinem Autokauf im Herbst habe ich definitiv die richtige Wahl getroffen.
In der vergangen Woche hatte ich einen Leihwagen und fühlte mich darin regelrecht fremd. Bei der ersten Probefahrt meines Autos im Herbst war dieses Gefühl nicht da. Ich konnte mich ganz im Gegenteil in den Sitz rutschen lassen, losfahren und das schöne Gefühl des „Ankommens“ genießen.
Es ist erstaunlich, welche Gefühle materielle Dinge in uns auslösen.

Gemerkt:

„Ich brauche Urlaub.“

Fragen:

Behandle ich mich selbst immer gut?

Wunsch-Leseliste:

Guy Winch – Emotionale Erste Hilfe für alle

Gesehen:

Friends – Staffeln 1-10 (1994-2004, Warner Bros. Television)
In den letzen Wochen habe ich mir auf Netflix die Serie „Friends“ angesehen. Das Fantastische daran: Auch in den 1990ern hatten die Freunde in der Serie ähnliche Probleme, Themen und Ideen wie wir heute (nur eben ohne Smartphones). Zwischenmenschliche Beziehungen und Lebensgeschichten kehren also immer und immer wieder. Das hinterlässt ein beruhigendes Gefühl, wenn das Leben mal wieder verrückt spielt.

Passengers (2016, Morten Tyldum mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt) 
Schöner romantischer Film für den Sonntagnachmittag. Eine kurze Zusammenfassung gibt es auf IMDb.
Besonders beeindruckend fand ich die heftigen Gefühlsausbrüche der Protagonisten. Verzweiflung, der Umgang mit dem Alleinesein und der fehlenden menschlichen Nähe bis hin zur Erkenntnis „Du hast mich umgebracht“. Überzeugend gespielt. Schönes Popcorn-Kino mit viel Emotion. Der Film hat bei mir nachgewirkt.

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