Heimatgefühl in Bangkok auf dem Wat Saket - Golden Mount

Das Heimatgefühl – was es ist

5 Dinge jede Woche – 5 Dinge, die mich bewegt, inspiriert und beschäftigt haben. Heutiges Thema: Das Heimatgefühl.

Willst du mitmachen? Dann lade ich dich ein, dir folgende Fragen zu stellen:

  • Was hat dich diese Woche inspiriert?
  • Welche neuen Erkenntnisse hast du gewonnen?
  • Welche Fragen hast du dir gestellt?
  • Was wolltest du dir unbedingt merken?

Ich freue mich, wenn du deine Antworten, Ideen und Anmerkungen in einem Kommentar mit mir teilst.
Letztes Mal verpasst? Klick hier: Die Seele aufräumen: Ein Beginn

Zitat:

Der größte Feind der Qualität ist die Eile – Henry Ford

Buch:

Haruki Murakami – Die Ermordung des Commendatore I
Dieses Buch lag lange auf meiner Leseliste. Murakami schafft es auch in diesem neuen Werk mich wieder vollends einzufangen und zu fesseln, was nicht nur daran liegt, dass der Protagonist auf den ersten 100 Seiten mit einem Peugeot 205 einen Roadtrip durch Japan unternimmt. Zur Erklärung: Erst letzen Herbst habe ich schweren Herzens meinen geliebten 205 abgegeben und gegen mein Traumauto getauscht.

Erkenntnis:

Was ist „Heimatgefühl“?
Als ich am Wochenende nach 12 Stunden Flugzeit in München aus dem Flugzeug stieg fühlte ich mich furchtbar. Hinter mir lagen 2 1/2 tolle Wochen Thailand, die sich für mich mehr nach „Nach-Hause-Kommen“ angefühlt haben als nach einem normalen Urlaub mit Freundinnen. In München fühlte ich mich erstmal schrecklich überfordert von der Ellenbogen-Mentaliät der Europäer, dem Chaos, dem Stimmenwirrwarr, in dem ich immer wieder Bruchstücke und Satzfetzen verstand, die ich lieber nicht verstehen wollte und eigentlich von der ganzen Situation. Prompt hatte ich Heimweh nach Thailand.

Dort hatte ich mich schon bei der Ankunft am Flughafen merkwürdig aufgeräumt und entspannt gefühlt. Neugierig, offen, zufrieden und innerlich lächelnd. Heimweh in der Zeit in Thailand, war für mich Fehlanzeige. Natürlich denke auch ich an die Lieben zu Hause und frage mich wie es ihnen geht, versuche Kontakt zu halten, aber alles im allem konnte ich Zuhause super „Zuhause“ sein lassen und im Hier und Jetzt leben. Zugegeben, am liebsten wäre ich von dort auch nicht mehr weg.

Als ich einem Bekannten erzählte, dass ich mich hier erst wieder ein wenig eingewöhnen müsse und die ersten Tage zuhause in Deutschland nicht so recht klar kam, fragte er mich: „Hast du denn kein Heimatgefühl?“

Eine Frage die mich die vergangene Woche über begleitet hat. Habe ich ein Heimatgefühl? Vermutlich ja, doch nicht so wie es andere vielleicht haben. Ich sehne mich nicht nach meinem Wohnort, sondern wenn, dann nach einem bestimmten Gefühl und dieses Gefühl, kann sich bei mir überall auf der Welt einstellen. Die Erkenntnis dazu kam mir heute, als ich nach Feierabend in meinem Auto von einer Anhöhe hinunter fuhr und einen freien Blick auf Augsburg hatte. Wahnsinnig schön lag diese kleine Stadt vor mir und innerlich stellte sich dieses ganz bestimmte Glücksgefühl ein. „Zuhause“ dachte ich. Ein Gefühl, das die Faszination für eine Stadt, einen Ort und die ganzen verborgenen Dinge dort ausdrückt. Die Neugier auf das, was mich an diesem Ort erwartet gemischt mit dem Wiederkennen.

Da wusste ich: Ich kann mich an vielen Orten zuhause fühlen. Die Welt ist meine Heimat. Augsburg, Bangkok, Koh Chang, Chiang Mai oder Kuching in Malaysia sind nur einige Städte, in denen ich mich zuhause fühle.

Mehr zu Thailand und mir:

Interessant/Gemerkt:

Gewohnheiten etablieren
Noch vor meiner Auszeit habe ich Marie Kondos „Magic Cleaning“ durchgelesen und verinnerlicht. Das System funktioniert auch nach 2 1/2 Wochen weg vom Alltag wunderbar. Seitdem gibt es bei mir eine ziemlich feste Feierabend und Morgenroutine, die mir fast schon meditativ hilft in den Tag zu starten und ihn auch wieder zu beenden. Finde ich gut, denn nach bewussten Routinen habe ich länger gesucht.

Interessant finde ich auch, dass Kleinigkeiten, die man bewusst verändert ziemlich schnell zu Gewohnheiten werden. Ein Beispiel: Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich nur sehr schlecht rückwärts einparken kann und das mich das eigentlich ärgert, denn hin und wieder ist das, gerade in engen Tiefgaragen doch von Vorteil. Also habe ich mir vorgenommen, jeden morgen auf dem Firmenparkplatz statt vorwärts nun rückwärts einzuparken. Die ersten Tage waren grausam und ich musste mehrmals korrigieren und mich vor allem jeden morgen wieder an mein Vorhaben erinnern. Jetzt einige Wochen später denke ich nicht einmal mehr darüber nach und stehe auf meinem Parkplatz wie eine 1.
Die Idee dahinter: Das funktioniert auch mit anderen Dingen, wie zum Beispiel meiner neuen Feierabend-Routine.

Gelesen:

Der gelbe Bleistift – Christian Kracht
Dieses Buch habe nicht ich ausgewählt, sondern es hat mich ausgewählt. Gefunden in einem Bücherschrank im Hostel in Chiang Mai sprangen mit die „Reisegeschichten aus Asien“ förmlich ins Gesicht. Noch am Strand von Koh Phangan hatte ich die knapp 190 Seiten ausgelesen, dabei herzlich gelacht und mich zufrieden neugierig und bestätigt zugleich gefühlt. Die perfekte Lektüre für alle die schon in Asien unterwegs waren und eine ähnliche Faszination für Bangkok verspüren wie ich.

«

»

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*