Polenta mit Zucchini und Tomaten

Polenta mit Zucchini und Tomaten – Spätsommer-Rezept

Polenta ist ja so eine Sache für sich. Während ich davon nur schwärmen kann, kenne ich genug Geschichten über trockene, bröselige Maispampe oder dick angebrannte Schichten im Kochtopf. Es wird also Zeit, sich dem Endgegner Maisgrieß zu stellen und alle Ängste ein für alle Mal zu besiegen. Bist du bereit für ein schnelles Polenta-Rezept mit Zucchini und Tomaten, das perfekt in den Spätsommer und Herbst passt? Das zudem auch noch all die Zucchini und Tomaten aus deinem Garten perfekt in Szene setzt? Na dann los…

Meine Leidenschaft für Polenta

Ich bin seit meiner frühen Schulzeit riesiger Polenta-Fan und das hat vermutlich mehr mit dem Gefühl zutun, das mir dieses einfache und schnelle Gericht vermittelt, als mit Maisgrieß selbst. Hin und wieder, winkte mir auf dem Nachhause-Weg von der Schule unsere Nachbarin zu. Eigentlich nichts Unübliches, doch manchmal schwang in diesem Winken etwas Besonderes mit, was ich als Schlüssel-Kind recht schnell herausfand. Als sie mich das erste Mal zum gemeinsamen Mittagessen einlud, war ich vielleicht noch etwas verwirrt, doch beim zweiten Mal wusste ich schon, was mich erwarten würde. Dreimal darfst du raten, was es immer gab… Polenta, natürlich. Als Kind liebte ich den Maisbrei mit Ketchup, heute bevorzuge ich dann doch lieber eine leckere Variante mit Sommergemüse oder Pilzen.

Das Gefühl mit einem leckeren Mittagessen überrascht zu werden, ist seit diesem Zeitpunkt mit diesem einfachen Gericht verknüpft.

Was ist eigentlich Polenta?

Als Kind hinterfragst du in der Regel nicht, was genau du da isst. Du unterscheidest lediglich instinktiv nach „schmeckt“ oder „schmeckt nicht“. Über die Jahre hat sich das natürlich verändert und so wollte ich irgendwann dann doch wissen, was genau ich da gegessen habe und vor allem, wie ich es selber zubereiten kann.

Wikipedia spukt zur Frage: „Was ist Polenta?“ lediglich aus, dass es sich dabei um einen festen Brei aus Maismehl oder Maisgrieß handelt, der in Scheiben geschnitten serviert wird. Das trifft es schon sehr gut, bringt aber wenig Emotion rüber, oder?. Also versuche ich es mal mit einer eigenen Definition:

„Polenta ist ein cremiger, goldener Brei aus gemahlenem Mais, der sich deftig, buttrig als perfektes Soulfood für den Spätsommer und Herbst eignet.“

Claudia

Klingt gleich viel besser, oder?

Letztendlich stimmt es schon. Du kannst Polenta auf zweierlei Arten zubereiten. Einerseits als cremigen Mais-Brei, der super als Tellergericht ist. Oder mit etwas weniger Wasser zubereitet, vollkommen ausgequollen und ausgestrichen auf einem Blech, abgekühlt, in Scheiben geschnitten und mit Butter angebraten.

Mir schmecken beide Varianten. Als Hauptgericht mit Schmorgemüse, mag ich die cremige Version allerdings ein klein wenig lieber.

Teller mit Polenta und gebratenen Zucchini mit Tomaten und Feta

Wie kocht man Polenta?

Cremige Polenta zu kochen, ist wirklich einfach und irgendwie verstehe ich nicht, wie der Maisbrei im Topf anbrennen kann. Ist da in meiner Küche tatsächlich soviel Magie dahinter, dass mir das nicht passiert? Vielleicht liegt es aber auch an der allgemeinen Verwirrung, die mit der Frage aufkommt: „Wie viel Wasser auf wie viel Polenta?“

Eigentlich ist das ganz einfach, deswegen gibt’s jetzt eine kleine Anleitung zum schnellen Polenta kochen für alle Mengen.

Beim Verhältnis zwischen Polenta und Wasser gilt die 1:2 Regel.

Mein Ausgangsmaß ist eine Kaffeetasse. Für zwei-drei üppige Portionen nehme ich in der Regel zwei Tassen Wasser und eine Tasse Polenta. Das reicht gut als Beilage für ein Abendessen und die Lunchbox für den nächsten Tag.

Je nachdem für wie viele Personen du kochen möchtest und ob deine Polenta ein Hauptgericht oder nur Beilage sein soll, passt du die Menge einfach per Tassen-Maß an.

Lasse das Wasser (bei mir zwei Kaffeetassen voll) aufkochen, gib einen Teelöffel Gemüsebrühe dazu und ziehe den Kochtopf mit dem sprudelnd heißen Wasser beiseite. Gib nun unter rühren eine Tasse voll Maisgrieß dazu, drehe den Herd auf niedrigste Flamme und lasse die Polenta einfach auf der warmen Herdplatte ausquellen. Vergiss dabei das Rühren nicht. Du wirst sehen, dass die Polenta recht schnell fest wird und sich nur noch schwer rühren lässt.

Dann ist der Zeitpunkt für etwas Milch und etwas Butter gekommen. Gib beides nach Gefühl dazu, sodass ein cremiger Brei entsteht, der sich gut rühren lässt.

Schalte dann die Herdplatte nun gänzlich aus und lass deine Polenta noch etwa 5-10 Minuten stehen, sodass die Körnchen weich werden.

Schon fertig. In der Zwischenzeit kannst du dich in aller Ruhe um dein Gemüse kümmern.

Polenta mit Zucchini, Tomaten und Feta – Rezept

Ich liebe Polenta mit einem leckeren Gemüse-Ragout. Am besten schmeckt mir dabei die Kombination aus Zucchini, Tomaten und etwas Feta-Käse als Topping. Vollends überzeugt mich aber, wie schnell das geht.

Für zwei Portionen und einen Rest für die Lunch-Box brauchst du:

  • 1 Tasse Polenta
  • etwas Milch und Butter etwas Kokosöl zum Anbraten
  • ca. 300g Zucchini
  • ca. 200g Tomaten
  • 1/2 Packung Feta-Käse
  • einige Kräuter, wie Schnittlauch oder Petersilie
  • Salz, Pfeffer
  1. Koche die Polenta nach meiner Anleitung oben.
  2. Wasche deine Zucchini und Tomaten und schneide Sie anschließend in grobe Stücke.
  3. Heize deine Eisenpfanne vor, gib etwas Kokosöl hinein und brate zuerst deine Zucchini scharf an, sodass sie schon etwas weich werden, aber noch richtig Biss haben.
  4. Gib anschließend deine Tomaten hinzu, würze mit Salz und Pfeffer und lasse das Gemüse schmoren, bis es den für dich richtigen Biss hat.

Ich liebe es wenn mein Gemüse noch richtig schön knackig ist, denn die Kombination aus cremiger, buttriger Mais-Polenta und bissfestem Gemüse ist einfach herrlich.

Um dein Gericht zu vollenden, gib einfach etwas Polenta in einen tiefen Teller, drapiere etwas Gemüse-Ragout darauf und streue Feta-Käse zusammen mit einigen frisch gehackten Kräutern darüber.

Zwei Teller mit Polenta - Rezept

Was passt zu Polenta?

Das Besondere an diesem Gericht ist, dass das Sommer-Gemüse sehr gut zur Geltung kommt und vom leckeren Maisbrei perfekt abgerundet wird. Zu Polenta passt aber auch ein gutes Pilz-Ragout, Tomatensauce, Kräuterquark, oder, oder, oder….

Hast du noch eine andere Idee, was man gut kombinieren könnte? Dann freue ich mich über deinen Rezept-Vorschlag in den Kommentaren.

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