{Handmade} Peanutbutter

Eigentlich hatte ich vor euch diese Leckerei schon gestern Abend zu präsentieren, aber dann überkam mich eine unglaubliche Müdigkeit. Seltsamerweise war ich, trotz ausreichend Schlaf in der Nacht zuvor, den ganzen Tag müde. Ich habe nur so vor mich hingegähnt. Auch der Griff zu Energy-Drinks brachte keine Besserung. Also lag ich gestern Abend halb 10 im Bett und habe fröhlich vor mich hingeschlummert. Vielleicht ein Anfall von Winterruhe? Oder schon Frühlingsmüdigkeit?

Auf jeden Fall bin ich heute wieder fit und habe nur Flausen im Kopf. Zum Beispiel habe ich vorhin nach günstigen Möglichkeiten gesucht um nach Paris zu kommen und dort drei Tage die Stadt in mich aufzusaugen. Mit der Bahn würde das für 39,- pro Fahrt funktionieren. Ein angenehmes Hostel gäbe es bereits ab 19,80,- pro Nacht im Schlafsaal. Also insgesamt 120,- allein um zu Schlafen und hin zu kommen. Ich war schon kurz davor zu buchen und im Frühling einfach ein paar Tage nach Paris zu verschwinden! 🙂
Wer weiß, vielleicht kicke ich doch noch „buchen“ und so lange kann ich ja noch träumen. War von euch jemand schon in Paris? Wo seid ihr abgestiegen, wie hingekommen? Was habt ihr erlebt, was habt ihr bezahlt? Mit wieviel Geld muss ich rechnen?
Schürt doch ein bisschen mein Fernweh und helft meiner Träumerei ein bisschen auf die Sprünge.
Zur Belohnung habe ich auch dieses interessante Rezept für euch.

Sicherlich fragt ihr euch jetzt, wie ich denn erst von meinen Paristräumerein erzählen kann und dann auf handmade Erdnussbutter kommen kann. Ganz ehrlich? Ich weiß es selbst nicht, denn es gibt zwischen den beiden Dingen irgendwie so gar keinen Zusammenhang. Außer vielleicht einen Klitzekleinen, das Reisen.

Letztens war ich ein wenig Shoppen und bin in der Kochbuchabteilung des Buchladens hängen, oder vielmehr, sitzen geblieben. Ich hatte Zeit und konnte in aller Ruhe sämtliche interessante Bücher durchblättern und bin dabei auf  „In 120 Rezepten um die Welt: Souvenirs einer reisenden Köchin“ von Allegra McEvedy gestoßen. Seither ist dieses Buch auf meiner Wunschliste. Es ist wunderschön aufgemacht und hat mir gleich Lust auf ferne Länder und fremde Rezepte gemacht. Wer also mal die Gelegenheit dazu hat, sollte mal hineinblättern. 
Wie auch immer, in diesem Buch war ein Rezept für selbstgemachte Erdnussbutter das sich sofort in meinem Kopf festgesetzt hatte. Ich dachte an die ägyptischen Erdnüsse, die ein ehemaliger Arbeitskollege meines Freundes mitgebracht hatte und  noch zuhause rumlagen und sofort hatte ich den salzig-süßen Geschmack eines frischen Erdnussbuttertoasts mit Honig auf der Zunge.

Logisch, dass ich nach diesem Erlebnis ganz schnell nach Hause musste, um meine eigene Erdnussbutter herzustellen.
Mein Rezept reicht für ein kleines Weckglas von ca. 200ml. Das ist nicht viel, reicht aber fürs erste vollkommen. Lieber macht man Erdnussbutter nach Bedarf hin und wieder in kleinen Mengen frisch.

Man nehme also 150gr geschälte Erdnüsse und röste sie ohne Fett in der Pfanne bis sie schön duften. Ich habe nur leicht gesalzene genommen, aber ihr könnt auch gesalzene nehmen, dann lasst aber bitte das zusätzliche Salz später weg. 
Nach dem Rösten füllt ihr die Nüsse in euren Standmixer, oder besser noch, wenn ihr habt in eine Küchenmaschine, einen Zerkleinerer, Moulinex, Multi-Boy, oder wie auch immer das Ding heißt. (Vielleicht mag mir jemand bei Gelegenheit die korrekte Bezeichnung für dieses Gerät verraten?)
Jetzt fügt ihr je einen Esslöffel Butter und Honig und eine gute Prise Salz hinzu und Mixt das ganze ordentlich durch. Damit eure Butter schön cremig wird könnt ihr nach Bedarf auch noch etwas Wasser hinzufügen. Et voilà, c’est tout!
Ich habe meine extra stückelig gemacht, weil ich gerne auf ein kleines Stück Erdnuss beiße. Aber wie eure perfekte Erdnussbutter aussehen muss bleibt selbstverständlich euch überlassen.

Sie schmeckt wunderbar auf noch warmen Toast aber auch in einer leckeren asiatischen Erdnusssoße stelle ich sie mir einfach fantastisch vor. Oder in Pfannkuchen, oder Cookies, oder Kuchen, oder, oder, oder… Ein Allrounder sozusagen.

Und vielleicht haben Erdnussbutter und Paris doch noch mehr Gemeinsamkeiten…

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    9 KOMMENTARE

  • wundervolle bilder – sehr professionell!!
    tolle beiträge… da lese ich gerne weiter 🙂

  • das sieht aber echt super aus! mit Liebe zum Detail 🙂

  • Miamouz Tells Tales

    Das sieht wirklich richtig lecker aus! Ich muss dir ja auch ein Lob für die tolle Foodphotography dalassen. Das kannst du wirklich gut. Die Kontraste zwischen den einzelnen Objekten sind klasse!

  • Jana

    Oooooh yummy! Das sieht so verdammt lecker aus! Das erste Fotos ist toll 🙂
    Bloß haben wir glaub ich keine Maschine, mit der man Nüsse zerkleinern darf :/

    LG ♥

  • S

    wow, danke für das rezept! wird bestimmt ausprobiert und vorgemerkt 🙂

    ich selbst war noch nicht in paris, aber was ich gehört habe, ist die stadt an sich sehr teuer, man muss also ein paar euronen mehr einpacken 😉

    lg
    svetlana

  • norba

    Deine Fotos sehen echt super aus! 🙂 und deine Butter schmeckt sicher auch toll :)) Muss sagen, ich hab sie das letzte Mal vor 17 Jahren gegessen!! *g* Wär aber ein Versuch wert… vor allem, weil es gar nicht so schwierig zu machen ist 😉
    lg Manu
    http://norba215.blogspot.co.at/

  • Nagellack-Junkie

    Lecker, ich liebe Erdnussbutter! Ich bin allerdings noch nicht auf die Idee gekommen, sie selbst zu machen, also danke für den Tipp 🙂

    Nach Paris möchte ich auch irgendwann mal.

    Liebe Grüße
    Isabel

  • Oktoberwind

    Seltsam, eigentlich mag ich überhaupt keine Erdnussbutter, aber deine Fotos sehen so verlockend aus, dass ich es glatt noch mal probieren müsste. Vielleicht kommt es ja doch noch zu einer genüsslichen Liebe zwischen der Butter und mir 😉

    Das du nach Paris möchtest, finde ich wundervoll! Ich war vor drei Jahren für ein paar Tage dort – das war ein Geschenk meines Liebsten für mich zum Geburtstag. Wir kamen damals in einem einfachen 2 Sterne Hotel unter. Soweit ich weiß (und leider weiß ich es nicht ganz genau) hat er dafür um die 400€ bezahlt für uns zwei – aber auf jeden Fall nicht mehr. Drei Nächte, mit überaus leckerem französischen Frühstück. Im Paket inbegriffen war auch der Flug (Hin und Zurück), ein dicker Stapel Metrokarten, die wir nicht mal alle benutzt haben, Eintrittskarten für den Louvre (was super war, denn so mussten wir nicht an der langen Schlange anstehen) und noch weitere Sehenswürdigkeiten. Das gute war, dass das Hotel sich ziemlich zentrumsnah befand, so dass wir eigentlich alles zu Fuß erleben konnten. So lief man sich zwar die Füße platt, aber man sah sehr viel und konnte den unglaublich schönen Charme von Paris genießen. Nach diesen paar Tagen muss ich gestehen, habe ich mich verliebt. Ich habe seither keine schönere Stadt gesehen. Allein die Gebäude, Menschen mit den typischen Baskenmützen und einem Baguette unter dem Arm (ungelogen!) zu sehen, ist ein Trip in diese Stadt wert. Also das Angebot, was du gefunden hast, ist wirklich unschlagbar gut. An deiner Stelle würde ich zugreifen 🙂
    Du musst aber schon so damit rechnen, dass viele Sachen gerade in den Touristengegenden schon recht teuer sind. Ich hatte tatsächlich einen Mousse au Chocolat für stolze 8€ verputzt… Aber wer weiß. Das ganze ist jetzt fünf Jahre her – vieleicht hat sich da ja auch in Frankreich was verändert 😉

    Ich bin jedenfalls gespannt, ob du dich für den Trip nach Paris entscheidest. Ich kann es dir auf jeden Fall empfehlen! Du wirst aus dem Schwärmen nicht mehr herauskommen und sofort begeistert sein, da bin ich mir sicher.

    Hab noch ein wundervolles Wochenende! Ganz liebe Grüße von mir

  • auchwas

    In den USA habe ich Erdnussbutter geliebt! Hier mochte ich sie nicht, außer im Essen, wie Wok oder als Dessing, das mag ich. Doch so aufs Brot, da ist bestimmt hier Deine Variante einen Versuch wert. Danke und ein schönes Wochenende Ingrid

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